Wahl des optimalen Objektivs zum Filmen mit einer Steadycam

Wahl des optimalen DSLR Objektivs zum Filmen mit einer Steadycam

Wie jede Spiegelreflexkamera bieten digitale Single-Lens-Reflexkameras (DSLR) wechselbare Objektive mit vielfältigen Aufnahmemöglichkeiten. Dieses Potenzial kombinieren wir reizvoll mit den Möglichkeiten einer Schwebekamera.

Beispielsweise erlaubt eine Steadycam Belichtungszeiten für Fotoaufnahmen aus der Hand, die gewöhnlich ein festes Stativ erzwingen. Weiterhin leisten zahlreiche DSLR-Kameras auch Videoaufzeichnungen, denen Steadycams trotz gleichzeitiger Kamera- und Objektbewegungen eine hohe Bildruhe schenken.

Allerdings erfordern scharfe Aufnahmen, das interessierende Objekt in der Schärfentiefe zu halten. Damit zeigt sich jedoch der Autofokus einer Spiegelreflexkamera beim Filmen oft völlig überfordert. Manuelles Fokussieren hingegen erfordert schon beim Fotografieren bewegter Objekte beträchtliches Können – und das bereits bei fester Kameraposition. Filmen mit bewegter Kamera erschwert effektives Scharfstellen noch weit mehr, weswegen wir dynamisches Fokussieren gerne vermeiden.

Alternativ halten wir bewegte Objekte in der Schärfentiefe, indem wir ihnen folgen. Dabei dürfen Kameras und Träger aber nicht mit diesen Objekten und anderen Hindernissen kollidieren. Bei Ausweichmanövern überlagern sich Kamera- und Objektbewegungen dann oft so, dass Objekte die Schärfentiefe verlassen.

Wir reduzieren dieses Risiko mit entsprechend großen Schärfentiefen, die wir mit kleinen Blendenöffnungen oder kurzen Brennweiten erreichen. Lässt sich die Kamera bei kleinen Objekten in deren ungefährer Nähe halten, arbeiten wir also bevorzugt mit den kleinen Brennweiten weitwinkliger Objektive. Enge Blenden für große Schärfentiefe hingegen provozieren bei schlechten Lichtverhältnissen unterbelichtete Aufnahmen. Allerdings lässt sich Unterbelichtung in Grenzen digital kompensieren mit erträglichen visuellen Ergebnissen.

In diesem optischen Kontext ergeben sich typische Einsatzmöglichkeiten einer Schwebekamera: Begleitung bewegter Objekte in relativ geringem Abstand, Umrunden fixer Objekte sowie Aufnahmen von Panoramen mit bewegter und insbesondre fliegender Kamera.

Entsprechend folgen wir tagsüber unserem fahrradfahrenden Nachwuchs in mehr oder weniger kleinem Abstand bei sehr kleiner Blende eines Weitwinkel-Objektivs. Ein mittelgroßes Exponat im gedämpften Licht einer musealen Ausstellung umrunden wir im genau kontrollierbaren Abstand mit weiter Blende eines 50-mm-Objektivs. In den Bergen am späten Morgen fliegt unser Oktokopter eine Steadycam mit Weitwinkel und enger Blende über nahe Baumwipfel und durch Gipfelpaare.

Fazit:

Ideale Gegebenheiten erlauben uns Superweitwinkel. Bei einem gängigen Aufnahmeformat wie etwa APS-C erscheinen bei einem festen Fokus von sieben Metern Objekte in 11-mm-Objektiven bereits ab drei Metern besonders scharf – sogar bei einer weiten Blende von f/2.8. Damit entfallen Justierungen während der Aufnahmen oft völlig.

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